Klosterkirche

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Den Grundriss der Kirche bildet ein Quadrat mit einem kreisförmigen Innenraum.

Die Klosterkirche, die in alten Klosteranlagen alles überragt, wirkt in Nütschau von außen gesehen eher unscheinbar. Trotzdem ist sie die Mitte des Klosters. Die Gesamtplanung von Kloster, Kirche und Erwachsenen- und Jugendbildungsstätte ist 1973/74 nach Entwürfen von Architekt Eduard Frieling, Hamburg, ausgeführt worden. Siegfried Assmann aus Großhansdorf gab dem Kirchenraum die künstlerische Gestaltung. Nach seinen Entwürfen sind die dreiseitige farbige Bleiverglasung sowie – in Kunstharz und Glas – Altar, Ambo und Retabel mit Tabernakel entstanden.

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Die Mönche haben kein separates Chorgestühl.

Am 10. Januar 1975 weihte der Bischof von Osnabrück, Dr. Helmut Hermann Wittler, die neue Kirche, die den Namen des Mönchsbischofs Ansgar (gest. 865) trägt, des Apostels des Nordens. Die Kirche versammelt täglich Mönche, Schwestern, Kursteilnehmer und Gäste gemeinsam zu Stundengebet und Eucharistiefeier, möchte aber auch Gruppen und einzelnen Personen Geborgenheit geben und zum Gebet einladen.

Die Kirche soll eine Ahnung vom himmlischen Jerusalem vermitteln. Den Grundriss der Kirche bildet ein Quadrat von 17 mal 17 Metern mit einem um 45 Zentimeter abgesenkten kreisförmigen Innenraum, in dem die Bänke auf den Altar ausgerichtet sind. Dieser Kreis hilft, die unterschiedlichen Menschen und Gruppen, die nach Nütschau kommen, zu einer lebendigen Gottesdienst-Gemeinde zu sammeln. Die Mönche haben kein separates Chorgestühl, sondern sind einbezogen in den Kreis der betenden und feiernden Gemeinde.

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Die Mitte ist Jesus Christus, der auf der Altarwand als der Auferstandene und Erhöhte dargestellt ist.

Die Mitte ist Jesus Christus, der auf der Altarwand als der Auferstandene und Erhöhte dargestellt ist. Mit einer offenen Gebärde lädt er die Menschen ein. Auch die farbigen Fenster lassen eine Bewegung zur Mitte hin erkennen. Sie nehmen die Farben der umgebenden Nütschauer Natur auf: Das Blau des Wassers der Trave und des Himmels, das Dunkelbraun der Moorerde, die hellbraunen Töne von Sand, Mergel und Lehm, der Moränen und Feldsteine. Die Farben werden von Fensterwand zu Fensterwand kräftiger und verdichten sich in starken Rottönen, die die Altarwand einrahmen.

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Die Fenster nehmen die Farben der umgebenden Nütschauer Natur auf.

Die Kirche ist kein abgeschlossener Raum. Mit ihren drei großen durchscheinenden Fensterwänden wird die Schöpfung in die gottesdienstliche Feier hineingenommen. Wenn in Vesper und Eucharistiefeier die Abendsonne die Farben zum Leuchten bringt und die gläserne Altarwand mit Licht durchflutet, kann eine Ahnung von der Schönheit und Herrlichkeit des himmlischen Jerusalems aufleuchten.

Wir hoffen, dass unsere Klosterkirche und die Gottesdienste, die wir dort feiern, den Menschen helfen, jene Besinnung und Erneuerung zu finden, die sie hier suchen.